Martin Muser

Die ZEIT mag „Leimboy“…

… der Deutschlandfunk Kultur eher nicht. Während Rezensentin Kim Kindermann das Buch „zäh, langatmig bis hin zu langweilig“ findet, schreibt die ZEIT: „Robert ist ein stiller Held, dessen Gefühlschaos der Autor so glaubhaft schildert, als habe er es selbst durchlebt.“ Und stellt Leimboy auf Platz 1 der Bestenliste im Juli. „Martin Muser erzählt von einem Jungen, der wie so viele nach der Schule darauf wartet, dass es nun endlich losgeht mit dem Leben – und lernt, dass man selbst losgehen muss.“

Karin Hahn urteilt in ihrem Beitrag im „Büchertisch“ (ebenfalls Deutschlandfunk): „Robert [ist] eine authentische Figur, mit der sich jugendliche Lesende durchaus identifizieren können. Der Berliner Autor vermeidet einen sentimentalen Rückblick auf eine Stadt, die es nicht mehr gibt, schreibt in einer bildreichen Sprache mit lebendigen Dialogen und seine Nebenfiguren, wie zum Beispiel der Tischlermeister, sind durchaus ambivalent. Und Martin Muser gelingt es, die Lesenden mit seinem Ende wirklich zu überraschen.“

Schön, dass das Buch so gewürdigt wurde – auch wenn es durchaus polarisiert (ich selbst hadere ja auch bisschen damit…).